film + videoclub ahrweiler-bad neuenahr
stichworte aktuelles Der Club
filmer-netz tips+tricks homepage
 
  Tips und Tricks. Digital Video.
Technik-Tips aus der Filmerwelt . . . . . .
Hier finden Sie Beiträge, die insbesondere die Bastler und technisch Ambitionierten unter den Filmern interessieren dürften. Es handelt sich um Tips, die wir entweder selbst erknobelt oder irgendwo aufgegabelt haben. Wir wollen sie Ihnen nicht vorenthalten...

. . . . . . . . . . . .  
 Kopierverluste bei Digital Video
Verlustfrei - stimmt das wirklich ?
 DV-Bänder : Dropout-Gefahr
Neue Erkenntnisse aus der Praxis
 DV-Bänder : Für die Ewigkeit gemacht?
Über die Langzeitarchivierung
 

Seitenanfang || Stichwörter | Aktuelles | Der Club | Filmer-Netz | Tips und Tricks | Homepage

 
                 
           
Digital-Digital
Verlustfrei - stimmt das wirklich?

Digital-Analog
Wirklich besser als bisherige Kopien?
 
                 
      Scharfe Bilder  
                 
      Siemensstern
Wie gut ist eine Digital-Kopie im Vergleich zur analogen Kopie des Videosignals? Wie sehr leidet die Bildqualität bei der Überspielung auf einen SVHS- oder VHS-Recorder? Wir haben es ausprobiert.

Zum Testen haben wir die Digitalkamera VX-1000-E von Sony verwendet. Als Bildquelle diente der sogenannte "Siemensstern" (siehe Abbildung), der als Druck vorlag und von der auf einem Stativ befestigten Camera abgefilmt wurde.

Zuerst haben wir das durchgeschleifte Original-Camerabild mit dem auf DV-Band aufgezeichneten Bild verglichen. Da die Bilddaten vor der Bandaufzeichnung auf ein Fünftel der Originaldaten reduziert werden, hat uns interessiert, ob diese Kompression Auswirkungen auf die Auflösung hat. Ergebnis : der Test zeigte keinerlei Verluste bei der horizontalen Auflösung und nur minimale bei der vertikalen. Man kann also sagen, daß die Qualität des Kamerasignals trotz Datenkompression voll auf das Digital-Band kommt.
 
 

       
Wieviel Bildqualität bleibt bei einer Kopie des DV-Bandes auf einen Videorecorder auf der Strecke?

Erwartungsgemäß zeigten sich bei der digitalen Kopie keine erwähnenswerten Verluste. Originalaufnahme und zweite Generation waren für das Auge praktisch nicht unterscheidbar.

Anders sah es bei der digital-analogen Kopie aus. Hier sind deutliche Qualitätseinbußen sichtbar. Erreicht die Digitalkopie etwa 95 Prozent der Originalauflösung, so sind es analog nur noch zwischen 75 und 80 Prozent. Das bedeutet, daß die Sony-Camera am Analog-Ausgang ein Videosignal lieferte, das sich nur wenig von der Bildqualität einer guten SVHS-Camera unterscheidet. Auffällig war ein relativ hoher Auflösungsverlust vertikal, der sich bei der Überspielung auf Normal-VHS noch einmal steigerte (ca. 55 Prozent Restauflösung gegenüber dem Original).

Das Fazit:
Die Kopie vom Digitalcamcorder auf einen normalen VHS-Recorder ist mit ziemlich hohem Qualitätsverlust verbunden. Akzeptabel ist die Kopie auf einen S-VHS-Recorder, optimal die Kopie auf ein digitales Medium wie z.B. einen Digital-Recorder.

Begleitinformation:
Signalverarbeitung in einer DV-Camera

 
 

 
                 
 

 
 





Dieser Beitrag soll eine mögliche Problemzone beim Einsatz von DV-Bändern aufzeigen. Er dient lediglich der Information und ist nicht dafür gedacht, eine unnötige Panik auszulösen.
  Clubthema

Dropouts bei DV-Bändern
Mischbetrieb kann zu verschmierten Köpfen führen

Videobänder hinterlassen während des Aufnahme- und Abspielvorgangs einen feinen Bandabrieb im Laufwerk. Das Problem dabei : bei der Herstellung von DV-Bändern werden von den Herstellerfirmen unterschiedliche Beschichtungs - Verfahren eingesetzt. Diese Beschichtungen "vertragen" sich manchmal nicht besonders gut miteinander - es entsteht eine chemische Reaktion, die letztendlich zu einem mikroskopisch dünnen, schmierigen Film und damit zu Bildfehlern (sogen. Klötzchen oder Artefakten) führt.

Nun haben alle DV-Geräte  standardmäßig eine elektronische Fehlerkorrekturschaltung eingebaut, die bis zu 900 Fehler pro Bild lückenlos restaurieren kann. Bei einer höheren Fehlerrate treten dann die gefürchteten Klötzchen auf, und im schlimmsten Falle wird das Bild schwarz.

Was kann man tun?
Es gibt unendlich viele Diskussionen über  dieses Thema, und die Meinungen gehen weit auseinander. Von "absoluter Quatsch" bis hin zu "immer nur die empfohlenen Bänder des Camcorder-Herstellers verwenden" ist alles vertreten.

Panikstimmung ist unserer Meinung nach zwar nicht angesagt, wer jedoch auf der sicheren Seite sein will, sollte in der Tat immer nur Bänder des gleichen Herstellers verwenden. Dies ist zwar keine Garantie für Fehlerfreiheit, die Dropout-Gefahr ist so jedoch am geringsten. Dies aufzuzeigen ist das Ziel dieses kurzen Beitrags.

Weitere Tips und Tricks dieser Art gibt es beim Clubabend. Mitglieder des Film- und Videoclubs profitieren davon.

 

 

 


 

Die unendliche Geschichte mit den Video-Bändern

DV-Bänder
Für die Ewigkeit gemacht?
Über die Auswirkungen der Langzeit-Archivierung von DV-Bändern
Eine Betrachtung von Willi Rödle
 

  Ein aktuelles Thema
Mini-DV und DV ProFrüher gab es die Diskussion um sich im Laufe der Zeit ablösende Bandbeschichtungen bei VHS-/SVHS-Videobändern. Nachdem nun DV den Markt beherrscht, ist diese Diskussion etwas abgeflacht, aber schon tauchen neue Problem-Meldungen auf: auch DV-Bänder sollen für die Langzeit-Archivierung ungeeignet sein. Was ist dran an dieser Vermutung?

Bei einer Betrachtung der Langzeit- Archivierungsmöglichkeit von DV-Material dreht sich alles um die sogenannte BER (Bit-Error-Ratio, oft auch Bit-Error-Rate genannt). Von der BER ist es abhängig, ob eine saubere Reproduktion der gespeicherten 0- und 1-Signale möglich ist oder nicht. Sinkt die vom DV-Band gelieferte Signalstärke unter einen bestimmten Wert, erscheinen plötzlich Klötzchen im Bild. Sinkt sie weiter, fällt das Bild in sich zusammen, denn selbst die in jedem Signalprozessor eingebaute Fehlerkorrekturschaltung ist dann nicht mehr in der Lage, die durch das schwache Signal entstandenen Bildfehler zu korrigieren.

  Ursachen und Auswirkungen
Tritt dieser Fall bei Ihren DV-Bändern auf, kann zunächst einmal ein verschmutzter Videokopf die Ursache sein. Also nicht gleich in Panik ausbrechen! Setzen Sie ein Reinigungsband ein - in den meisten Fällen wird der Fehler anschliessend behoben sein.

Gravierender ist es, wenn der Fehler beim Band selbst zu suchen ist. Videobänder unterliegen genau wie Audiobänder einem natürlichen Alterungsprozess, der sich schleichend über Jahre hinzieht. Halten wir uns vor Augen, dass es sich - analog oder digital - um eine Magnetaufzeichnung handelt. Die auf das Band aufgespielte "magnetische Signalstärke" lässt, den Naturgesetzen folgend, im Laufe der Zeit mehr und mehr nach. Und genau hier kommt ein Manko der digitalen Bandaufzeichnung ins Spiel : während Analogaufnahmen im Laufe der Zeit einfach nur etwas "schlechter" werden, gibt es bei bei Digitalaufnahmen einen Punkt, an dem die verbliebene Signalstärke den kritischen BER-Pegel erreicht, das Bild "pixelig" wird, dann hin und wieder aussetzt, und - im schlimmsten Fall - eben ganz zusammenbricht.

  Problemkind Longplay-Aufzeichnung
Signalstärke bei DV-Bändern Zur Beruhigung : Bei Standard- Bandgeschwindigkeit (SP), im Bild links blau dargestellt, ist lt. Angaben vieler Experten nicht damit zu rechnen, dass eines der zur Zeit angebotenen Bänder den kritischen BER-Pegel erreicht. Ein Problemkind könnte jedoch die LP- Bandgeschwindigkeit (Longplay) werden, denn hier sieht die Sache aufgrund der halbierten Spurlänge anders aus : es steht für den gleichen Datenstrom wesentlich weniger Band pro Informationseinheit zur Verfügung - der Aufzeichnungspegel ist dadurch von Anfang an geringer. Der Effekt: Alterungsprozesse, Verschleiß durch häufiges Überspielen sowie Temperatureinflüsse machen sich bemerkbar, der Wiedergabepegel sinkt, und plötzlich treten die typischen DV-Fehler auf.

  Was kann man tun?

  1. Bei Aufzeichnungen, die für eine Langzeit-Archivierung gedacht sind, sollte nicht im LP-Modus gearbeitet werden. Der Schuss könnte nach hinten losgehen.
  2. Vorhandene LP-Bänder sollten auf ein neues Band im SP-Modus überspielt werden, solange es noch nicht zu spät ist.
  3. DV-Bänder sollten zur Sicherheit alle fünf Jahre auf ein neues Band umkopiert werden. Dadurch wird vermieden, dass die kritische BER-Grenze erreicht oder gar überschritten wird.

Zu guter Letzt : Seit der bezahlbare DVD-Brenner die Magnetband-Archivierung mehr und mehr von unseren Computer-Schnittplätzen verdrängt, tritt auch diese Diskussion wieder in den Hintergrund : es gibt zwar noch keine definitiven Erfahrungen, für DVD's soll dem Vernehmen nach jedoch der alterungsbedingte kritische BER-Pegel ein Fremdwort sein.Hoffen wir das Beste, denn ein gelöstes Problem gebiert ja bekanntermassen sofort ein neues, und schon tauchen erste Meldungen über sich ab- oder auflösende DVD-Beschichtungen auf. Es nimmt kein Ende . . .
 
Sehen wir der Sache also mit der gebotenen Gelassenheit entgegen.


Clubthema
 Animation
Ein Hobby für alle die mehr wollen
Einleitung
Filmer-Praxis
Die Vertonung
Der Filmtitel
Digital Video
Non-linearer Schnitt
Technik-Tips


Seitenanfang || Stichwörter | Aktuelles | Filmer-Netz | Tips und Tricks | Homepage
Betreuung der Seiten : W. Rödle e-mail