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Auf unserer Website verwendete Fachausdrücke
   
A/B-Rollschnitt
Fähigkeit eines Schnittpultes, zwei (oder mehr) Player und einen Bildmischer gleichzeitig zu steuern. Damit lassen sich Effekte des Bildmischers (z.B. Blenden) synchron zum Schnitt abrufen, was eine vollautomatische Endproduktion ermöglicht.

Audio-Clip
Auf der Festplatte des Computers in digitaler Form gespeicherte Audio-Datei - Pendant zum Video-Clip ( = Bild-Datei ). Computertechnisch gesehen sind Audioclips für PC-Schnittprogramme ganz normale Ton-Dateien, wie sie heute auf jedem PC eingesetzt werden. Die gängigen Datei-Endungen sind .wav, .aif usw., je nach Computertyp.

Audio-Dub
Aus dem engl. "to dub" = synchronisieren. Möglichkeit bei einem Videorecorder, die Tonspur zu ersetzen, ohne gleichzeitig das Bild zu verändern. Gegenteil ist der "Insert", bei dem das Bild ersetzt wird, ohne gleichzeitig die Tonspur zu verändern.

Batch-Capturing
Von engl. batch = Reihe, Serie und to capture = einfangen. Serienaufnahme von Filmszenen vom Videoband auf die Computer-Festplatte. Dabei werden die In-/Out-Punkte der zu überspielenden Szenen zunächst in einer Liste zusammengestellt (geschieht durch Mausklick) und dann im "Batch" überspielt, d.h. jede notierte Szene wird auf dem Zuspieler automatisch angefahren, kopiert und als Video-Clip auf der Festplatte abgelegt. Gegenstück ist die "Einzelaufnahme", bei der jede Einzelszene manuell auf dem Zuspieler gesucht und per Mausklick auf die Festplatte überspielt werden muss.

Bildsuchlauf
Schnelles Vor- oder Zurückspulen des Videobandes bei sichtbarem Bild, um z.B. eine bestimmte Szene zu suchen. Im Amateurbereich bei Kameras 2- bis 4-fache, bei Videorecordern 6- bis 10-fache Geschwindigkeit. Bei Analoggeräten Streifenbildung auf dem Monitor. Starke Beanspruchung von Band und Videoköpfen, deshalb nur gezielt und kurzzeitig einzusetzen.

Detail
Einstellungsgröße bei der Aufnahme. Objektstrukturen (wie etwa Holzmaserung) und Körperteile (Nase, Augen, Lippen usw.) werden unnatürlich groß herausgestellt. Diese Einstellung hat bei der Darstellung von Personen eine sehr intime Wirkung und sollte mit Bedacht eingesetzt werden.

Dropouts
Bei Analoggeräten :
Kurzzeitige, störende weiße Blitze im Bild, die durch einen Abbruch der Magnetisierung entstehen; hervorgerufen durch Störungen in der CTL-Spur, oft auch durch Verschmutzung des Bandes oder der Videoköpfe. Je nach verwendetem Bandmaterial können Dropouts zu- oder abnehmen. Erfahrungsgemäß nehmen Dropouts bei Amateur-Schnittplätzen auch zu, wenn längere Zeit intensiv gearbeitet wird ( häufiges Hin- und Herfahren des Bandes und damit verbundene Aufheizung der Recordermechanik ).
Bei DV-Geräten :
Pixelbildung im Bild durch Überschreiten der zulässigen Bit-Error-Rate (BER). Hervorgerufen durch Verschmutzung der Videoköpfe, durch Überalterung der Magnetbänder oder auch durch unsaubere Verarbeitung des Datenstroms z.B. bei Computer-Schnittsystemen. Auch hervorgerufen durch abwechselnde Verwendung unterschiedlicher Bandsorten.

Gerissene Aufnahmen
Durch zu schnelle horizontale oder vertikale Kamerabewegung entstehende unscharfe Aufnahmen; meist ungewollt (Stoß, Erschrecken, plötzlicher Motivwechsel), jedoch zu dramaturgischen Zwecken manchmal auch gewollt eingesetzt.

Externe Nachvertonung
Video-Vertonungsmethode, bei welcher der Originalton des Videobandes auf ein spezielles Nachvertonungs-Tonbandgerät ( Mehrspurrecorder ) "heruntergeholt", dort mit weiteren Tonquellen ( Kommentar, Musik, Atmo ) arrangiert und anschliessend wieder auf die Videospur zurückgemischt wird. Externes Tonband und Videorecorder müssen dazu synchronisierbar sein, um ein "Auseinanderlaufen" der Spuren zu verhindern.

Halbnah
Einstellungsgröße bei der Aufnahme. Die halbnahe Einstellung zeigt den Oberkörper einer Person formatfüllend. Sie erfasst deutlich die Gestik und Gefühlsregung der betreffenden Person.

Halbtotale
Einstellungsgröße bei der Aufnahme. Hebt ein Objekt aus der Beliebigkeit heraus und setzt es mit seiner direkten Umgebung in Verbindung. In der Regel sind Personen in der "Ganzkörperansicht" zu sehen.

Hybridschnitt
Mischform aus linearem und nonlinearem Schnitt. Da die nonlineare Arbeitsweise hohe Anforderungen an Rechenleistung und Speicherplatz stellt, nutzt man sie beim hybriden Konzept nur an solchen Stellen des Films, wo sie wirklich benötigt wird. Längere Szenen, die man unverändert übernehmen will, kopiert man konventionell vom Zuspieler auf den Aufnahmerecorder. Nur Effektsequenzen oder komplizierte Compositings werden in diesem Fall nonlinear mit der Zwischenstation Festplatte realisiert.

I-Link
Digitale Schnittstelle an Cameras, Recordern und Computern. Über diese Schnittstelle werden die digitalen Bild- und Tondaten ausgetauscht. Andere Bezeichnungen sind Firewire, DV-Out, IEEE-1394 oder P-1394. Die Bezeichnungen wurden von verschiedenen Firmen und Organisationen "erfunden", meinen jedoch alle dasselbe. Seit Mitte 1998 sind Bestrebungen im Gange, endlich eine einheitliche Bezeichnung zu finden. Vorgesehen und von vielen Firmen bereits abgesegnet ist "i-Link".

Insert
Auch "Zwischenschnitt" genannt. Filmszene, die in eine bereits vorhandene Szene eingefügt (to insert = einfügen, einsetzen) wird. Dabei wird lediglich das Bild ersetzt, der Originalton der bisherigen Szene bleibt erhalten. Beispiel: bei einer Rede wird in die Großaufnahme des Vortragenden eine Publikumszene eingesetzt, während der Originalton weiterhin zu hören ist.

Jog/Shuttle-Steuerung
Drehrad an Recordern und Schnittpulten zum bildgenauen Rangieren. Inzwischen unverzichtbares Ausstattungsmerkmal jedes Videorecorders.

Kompression
In der digitalen Videonachbearbeitung angewandtes Verfahren, um die Datenmenge auf ein computergerechtes Maß zu reduzieren. Derzeit übliche Verfahren sind MJPEG (Motion-JPEG), MPEG und Wavelet.

Linearer Schnitt
Die klassische Arbeitsweise beim Videoschnitt, bei der ein oder zwei Zuspieler ihre Signale auf einen Aufnahmerecorder überspielen. Diese Variante heißt deswegen linear, weil man sich dabei zwangsweise von vorn nach hinten durch das vorhandene Material durcharbeiten muß - die Szenen auf dem Aufnahmerecorder müssen von vornherein in der richtigen Reihenfolge aufgezeichnet werden.

Masterband
Videoband, auf dem sich nach der Bearbeitung der fertig geschnittene und vertonte Film befindet. Im Amateurbereich wird in aller Regel auf DV (früher SVHS / Hi8) gemastert. Das Masterband ist Grundlage für weitere Kopien (Distribution/Verteilung). Vor einigen Jahren noch wurden Kopien meist auf VHS-Normalcassetten überspielt, heute werden sie auf DVD gebrannt oder gepresst.

MIDI-Musik
MIDI = Musical Instrument Digital Interface.
MIDI-Dateien sind keine Tonkonserven im herkömmlichen Sinn. Sie enthalten keine Audiosignale, sondern nur sogenannte MIDI-Befehle. Dies sind, einfach ausgedrückt, Informationen, wann, wie lange und mit welchem Instrument eine bestimmte Note gespielt werden soll. Diese Befehle werden von einem Synthesizer (im PC auf der Soundkarte enthalten) in hörbare Töne umgesetzt. MIDI-Dateien sind sehr klein, die Qualität der Musikwiedergabe hängt jedoch stark vom verwendeten Synthesizer ab. MIDI-Musik klingt oft unnatürlich und "computerisch". MIDI-Beispiel (Entsprechendes Browser-PlugIn notwendig).

Non-linearer Schnitt
Bedeutet, daß Bild und Ton auf der Festplatte des Computers gespeichert und dort per Software geschnitten, bearbeitet und schließlich von Festplatte wieder zurück auf Band kopiert werden. Der Begriff "nonlinear" unterstreicht, daß beim Schnitt sämtliche Szenen wahlfrei zur Verfügung stehen. Jede Szene läßt sich in Sekundenbruchteilen von der Festplatte abrufen und bei Previews oder dem späteren Endschnitt abspielen.

Non-lineare Vertonung
Bedeutet, daß der Ton als Audio-Datei auf der Festplatte des Computers gespeichert und dort per Software geschnitten und bearbeitet wird. Der Begriff "nonlinear" unterstreicht, daß bei der Bearbeitung sämtliche Tonsequenzen wahlfrei zur Verfügung stehen. Jede Sequenz läßt sich in Sekundenbruchteilen von der Festplatte abrufen und bei Previews oder dem späteren Endschnitt abspielen.

Nah
Einstellungsgröße bei der Aufnahme. Die Naheinstellung zeigt den Kopf einer Person formatfüllend. Der typische "Close-up". Zeigt sehr deutlich Gefühlsregungen, ohne unnatürlich groß zu werden.

Normale
Einstellungsgröße bei der Aufnahme. Die "Normale" entspricht am ehesten einer Einstellungsgröße, bei der ein außenstehender Betrachter eine Gesprächsgruppe beobachten würde. Die Unterhaltung ist dabei vom Betrachter akustisch im Detail mitverfolgbar.

Randspur
Tonspur bei VHS- und SVHS-Videobändern am unteren Rand des Bandes. Wird zum Nachvertonen genutzt. Tonaufzeichnung wie bei Tonbandgeräten durch gleichmäßiges Vorbeiziehen des Bandes an einem feststehenden Tonkopf. Durch langsame Bandgeschwindigkeit nur mäßige Tonqualität (bis etwa 10 000 Hz). Im Amateurbereich nur mono bespielbar.

Rohfilm
Rohmaterial, wie es nach der Aufnahme aus der Kamera kommt, incl. aller Bild- und Tonfehler, die beim Drehen entstanden sind. In der Regel noch nicht zur Vorführung geeignet, es sei denn, es wurde "auf Schnitt" gedreht.

Schnellauf
Schnelles Vor- oder Zurückspulen des Bandes im Videorecorder oder in der Kamera ohne sichtbares Bild. Der entsprechende Schalter ist meist mit einem Doppelpfeil (»/«) gekennzeichnet.

Schnittliste
Von Hand oder einem Schnittprogramm erzeugte Liste mit Angaben, welche Szenen des Rohmaterials auf die Endproduktion übernommen werden und welche nicht.

Schrägspur
Tonspur bei analogen Videoaufzeichnungen, die wie die Bildinformation durch rotierende Köpfe schräg auf das Band geschrieben wird. Durch die Schrägaufzeichnung wird eine sehr hohe relative Bandgeschwindigkeit erreicht. Dadurch HiFi-Tonqualität, die nahe an CDs heranreicht. Bei VHS/SVHS (nicht bei V8/Hi8) ist neben der Schrägspur zusätzlich eine Randspur vorhanden, die ebenfalls Toninformationen in schlechterer Qualität enthält.

Schwarzband
Magnetisiertes, mit einer CTL-Spur versehenes Stück des Videobandes am Anfang oder Ende eines Videos. Ähnlich dem schwarzen, unbelichteten Vor-/Nachspann beim Film. Wird erzeugt, indem der Videorecorder auf Aufnahme geschaltet wird, ohne ein Bildsignal zuzuführen, bei Kameras durch lichtdichtes Abdecken des Objektivs während der Aufnahme.

Selektiver Schnitt
Fähigkeit eines Schnittpultes, die Endproduktion aus Teilen der Schnittliste zusammenzustellen, ohne die Liste selbst zu verändern. So lassen sich Probeschnitte einzelner Szenen durchführen oder auch Kurzversionen überlanger Endproduktionen anfertigen.

Stand-alone-System
Stand-alone (engl. = allein/für sich stehend) bedeutet, dass das verwendete Gerät nur zu Schnittzwecken verwendet wird. Der Einbau weiterer "Zusätze" kann (und tut es auch oft) Konflikte verursachen, die eine einwandfreie Funktion verhindern oder den Rechner sogar zum Absturz bringen - die einschlägigen Internet- Diskussionsforen sind voll von Problemen dieser Art.

Timecodeanzeige
Die Timecodeanzeige soll während des Schnitts über die aktuelle Position auf dem Videoband informieren. Mindestanforderung ist eine Darstellung des Timecodes im Format "Stunden:Minuten:Sekunden:Einzelbilder". Praktisch sind auch zusätzliche Anzeigen von Bandnummer, Szenennummer und Szenenlänge.

Timecode auf Kopie
Fähigkeit eines Schnittpultes, für die Endproduktion einen lückenlosen Timecode (meist VITC) zu generieren. Dieser Timecode ist Voraussetzung für die Repositionierung des Recorders nach einer Unterbrechung des Schnitts.

Timeline
( Timeline/engl. = Zeitachse ). Grafische Darstellung des Filmablaufs auf dem PC-Monitor. Dabei werden die Video- und Audiospuren untereinander angezeigt und geben einen zeitlichen Überblick über Anfang und Ende ( In- und Out-Points ) der einzelnen Szenen. Entspricht am ehesten der Darstellung, wie man sie auf einem Blatt Papier aufzeichnen würde und ist deshalb das meistbenutzte Darstellungsprinzip bei Schnitt-Programmen. Gegenstück ist die Darstellung in Form eines "Storyboards" ( z.B. beim Schnittsystem Casablanca ), bei der die Szenen nicht zeitlich, sondern jeweils durch das erste Bild einer Szene dargestellt werden.

Totale
Einstellungsgröße bei der Aufnahme. Sie verschafft den Überblick (wo befinde ich mich?) und führt ins Handlungsgeschehen ein. Totalen wirken meist statisch und werden deshalb gerne mit Kamerabewegungen (gleichmäßige Veränderung des Kamerastandortes/Dolly/Schienen) verknüpft.

Vorspannband
Meist transparentes 10-15 cm langes Bandstück am Anfang und Ende einer Videocassette, ähnlich dem grünen, roten oder schwarzen Vorspann beim Film.

Zwischenschnitt
Auch "Insert" genannt. Filmszene, die in eine bereits vorhandene Szene eingesetzt wird. Dabei wird lediglich das Bild ersetzt, der Originalton der bisherigen Szene bleibt erhalten. Beispiel: bei einer Rede wird in die Großaufnahme des Vortragenden eine Publikumszene eingesetzt, während der Originalton weiterhin zu hören ist.


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